totalitär ist besser
für Olympia oder besser gesagt für die Show, so kommt es rüber wenn man dieses Interview liest..

Olympische Sommerspiele 1936
Es geht um den chinesische Filmregisseur Zhang Yimou mit hang zu farbgewaltigen Massenszenen, den Zeremonienmeister der Olympiagala, dieser straff organisierten Propagandashow.
Erst jetzt bin ich bei SPON auf diesen Artikel “Chinesischer Starregisseur spottet über westliche Kultur” gestoßen mit einer klaren Aussage;
Diese Vorstellungen können so uniform sein. Solche Art von Gleichheit bringt Schönheit hervor..Die Chinesen erreichten wegen ihrer Kultur binnen einer Woche, wofür die Europäer einen Monat bräuchten. Nur die Nordkoreaner seien noch besser.
Tja mit totalitären Regimen kennen wir uns hier in Europa aus. Ich sag nur Sommer 1936, wie damals gab es Verpflichtungen gegenüber den Olympischen Komitees. Wie damals gab es auch diesmal Gigantismus. 1936 Leni Riefenstahl – 2008 Zhang Yimou
Vielleicht wird sich der eine oder die andere sich denken “jetzt kommt der mit der Nazikeule, wieder an“, gut wie wäre es mit dieser parallele ;
Indem man Albert Speer Jr., den Sohn von Hitlers Lieblingsarchitekten und Gestalter der Olympischen Spiele in Berlin 1936, erwählte, um den Masterplan für die Spiele in Peking zu entwerfen, brachte die chinesische Regierung selbst die radikale Politisierung der Ästhetik ins Spiel, die ein Markenzeichen des Totalitarismus des 20. Jahrhunderts war…
Natürlich dürfen die Sünden der Väter niemals auf die Söhne übertragen werden. Aber in diesem Fall, wenn der Sohn grundlegende Elemente der Architekturprinzipien seines Vaters entlehnt und dabei ein Regime bedient, das die Spiele aus denselben Gründen benutzt, die auch Hitler beflügelten, ist er dann bereit, über diese Sünden nachzudenken? Totalitäre Regime – die Nazis, die Sowjetunion 1980 und heute die Chinesen – wollen Olympische Spiele veranstalten, um auf diesem Weg der Welt ihre Souveränität zu signalisieren. Der Standard – Triumph des Willens – made in China
Die Olympischen Spiele in Peking waren ein unbestreitbarer Erfolg für China und sein totalitäres Regime. Die Organisation war perfekt, die Opposition wurde erstickt, und der sportliche Erfolg hat sich eingestellt mit 100 Medaillen
davon 51Goldmedaillen.
Aber die Hoffnungen, die mit der Vergabe der Spiele an Peking in Sachen Offenheit und Menschenrechte verbunden waren, hat es China nicht geschafft, die Erwartungen zu erfüllen. Der fade und bitterer Beigeschmack bleibt. Aber der Blick muss weiter auf China gerichtet sein, gerade jetzt nach den Spielen müssen Menschenrechtsverletzungen und die unterdrückte Pressefreiheit des totalitären Regimes weiter im Fokus bleiben.
Und vielleicht bekommt ja Nordkorea seine Chance auch die Olympischen Spiele auszutragen ? Oder Burma oder der Iran .. es gibt so viele schöne totalitäre Staaten. Aber HALT ! es geht nicht um Politik bei Olympia;
Olympia ist, seit das IOC 1985 dessen Vermarktung selber übernahm, zu einem Milliardengeschäft geworden. Dieses will sich niemand durch Nebensächlichkeiten wie Menschenrechte vermiesen lassen, weder das IOC noch die Sponsoren, von McDonald’s bis Coca-Cola. Berner Zeitung – Olympischer Glanz für Diktaturen
About this entry
You’re currently reading “totalitär ist besser,” an entry on VIRE
- Published:
- 26/08/2008 / 11:33
- Tags:
- China, Globalisierung, IOC, Menschenrechte, Olympia, Pressefreiheit, Regisseur